Sommerseminar Weimar 2005 PDF Drucken E-Mail

Sommerseminar 2005

Bericht von einem Teilnehmer

Sommerseminar Weimar vom 26.08. - 03.09.2005

Wie in jeden Jahr, so fand auch diesmal eine für die Hörgeschädigten-Seelsorge
interessante Freizeit unter der bewährten Seminarleitung statt.

Die Besonderheit dieses Seminars liegt in der Verbindung und Anbietung von Diskussionen
und Lerneinheiten im Rahmen der Schwerhörigenproblematik und der seelsorgerischen
Betreuung, die auch gerade von Schwerhörigen und Spätertaubten gern angenommen
werden.

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Sommerseminar Weimar vom 26.08. - 03.09.2005

Wie in jeden Jahr, so fand auch diesmal eine für die Hörgeschädigten-Seelsorge
interessante Freizeit unter der bewährten Seminarleitung von
Frau Pfarrerin Becker, Elisabeth
Frau Pfarrerin Trappe, Waltraut
Frau Pfarrerin Polster, Ulrike
Frau Pfarrerin Kluge, Kerstin und
Herrn Pfarrer Brehm, Johannes statt.

Die Besonderheit dieses Seminars liegt in der Verbindung und Anbietung von Diskussionen und Lerneinheiten im Rahmen der Schwerhörigenproblematik und der seelsorgerischen Betreuung, die auch gerade von Schwerhörigen und Spätertaubten gern angenommen werden.

Spielabende, Diskussionsrunden, Pantomimen-„Arbeit“ als Freizeit-„Teil“ wechselten ab mit Morgen- und Abendgebeten. Begleitend wurden sinnliche Gruß- und Sichtkarten mit christlichen Motiven ausgeteilt.

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Neue Videokameratechnikbegleitung ließen uns in Fachdiskussionsrunden Lösungsansätze für das „Auftreten“ im Alltag unter den Teilnehmern diskutieren. Als wichtig wurde erkannt: die Körperhaltung , Gesichtszuwendungen zum Gesprächspartner, Ausnutzung der vorhandenen Lichtverhältnisse, um uns vorteilhaft in Gesprächsrunden einzubringen.
Auch wurde die Bedeutung des „Small-Talk“ als Gesprächseinstieg und –eröffnung angerissen
.

Immer wieder interessant während der Freizeit sind die Stadtführungen durch die Klassiker-Stadt Weimar. Liebevoll vorbereitet, vorgetragen und geführt von Frau Polster fühlten wir uns an Original-Schauplätzen: Herder-Kirche, Witthums-Palais zurückversetzt in eine interessante Zeitreise während der Klassikerzeit von Weimar. Porzellanmalerei, Scherenschnitt-Bildnisse, stilechtes Wohnungsmobiliar, Diskussionen über Schönheit, Wahrheit und Religion ließen die Herzen der Klassiker-Liebhaber (und das sind wir alle...)
höher schlagen. (Tafelrunde der Herzogin Amalia, Musizierzimmer)

Interessant war auch der Besuch des Bienenmuseums in Weimar. Darin konnten verschiedene Arten von Bienenhausvarianten aus Zentraleuropa, dem Burgenland und der Steiermark begutachtet werden. Anhand Schautafeln wurde die Bedeutung der Bestäubungsflüge der Bienen für die Pflanzen, Aufbau und Groesse von Bienenvölkern vorgestellt.

Es folgten die Informationsrunde, in der der ECHO-Verein e.V. durch den Vorstand Annegret Klein und Ina Sander anhand eines informativen Flyer-Faltblattes vorgestellt wurde.

Am Nachmittag fand der Gruppenausflug ins Thüringer Land / Drei Gleichen statt. Wir erfuhren viel über Flora und Fauna, besichtigten die spätbarocke Kirche in Mühlberg.dsc00019.jpg
Mit einzigartiger dekorativer Gestaltung der Himmelswiese. Diese zeigte eindrucksvoll die historische Begleitung Christi: Propheten Christi- Jünger Christi. Es entstand eine Diskussion über Kirchenarchitekturen im Vergleich der orthodoxen und lateinischen Kreuze im Abendland. Der Chorraum ist in Richtung der aufgehenden Sonne angeordnet. (ex oriente lux), der Kirchturm in westlicher Richtung erfüllt Schutzfunktionen.dsc00025.jpg
Interessant war der Besuch des Springs in Mühlberg. Innerhalb einer kurzen Fliessstrecke wurden bei Flutungen eine relativ hohe Fließgeschwindigkeit erreicht. Die Antriebsfunktion durch Wasserkraft im Mittelalter bei Mühlen wurde durch Schautafeln erklärt.

Nach dem Kaffeetrinken erfolgte der Aufstieg zur Mühlburg. Hier sind noch leichte Überreste der ersten Thüringer Kirche von 819-857 n. Chr. zu bewundern.
Am Abend ließen wir uns durch meditative Tänze unter Leitung von Frau Wunschik in Stimmung versetzen.

Wir erfuhren u.a. in den Andachten, dass das „ Recht der Armen“ nicht an Herrschaftsverhältnisse gebunden ist, sondern nur an Gott. Es wurde darauf hingewiesen, sich dafür einzusetzen, zu helfen, das Recht der Armen und Schwächeren durchzusetzen.

Nonverbale Kommunikationen, Rhythmik und Bewegungstherapie schlossen sich an. Es folgten die Vorträge „ Auswertungen Audiogramme“ sowie Wirkungen der Heilmedizin im Bereich der HNO.

Seelsorgerisch gut vorbereitet war die Andacht „Bergwanderung“, mit der uns Teilnehmern
Gottvertrauen in die Zukunft dargestellt werden sollte. Interessante Vorträge über Gordon-Kommunikation, Erklärungen der „Sprachbanane“ der Vokal- und Konsonantenlautbildung rundeten unser Fachwissen ab.

Anhand ausgewählter Bilder wurden wir angeregt, zu den jeweils gezeigten Bildern über Gefühle, Emotionen und Ausdruckweisen zu diskutieren, alle Teilnehmer konnten etwas für ihren seelischen Ausgleich unternehmen.

Ein vielseitiges, interessantes Programm hat allen Teilnehmern sehr gut gefallen und wird sicher noch lange nachwirken.
Noch vor dem Abschlussabend fiel es uns allen nicht leicht, uns von Pfarrerin Frau Becker und Pfarrerin Frau Trappe zu verabschieden, die als „Pioniere“ diese einzigartige Veranstaltung mit Leben erfüllten und über 17 Jahre diese Freizeit verantwortlich leiteten.

Nochmals auch an alle, dies zum Gelingen des Sommerseminars 2005 beitrugen unser herzlicher Dank.


Ihr und Euer
Jens Kuehn aus Saalfeld

Saalfeld, den 01.02.2006


 

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