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120. Allianzkonferenz – die 3. Konferenz mit gehörlosen Teilnehmerinnen und Teilnehmern PDF Drucken E-Mail
120. Allianzkonferenz 1886 wurde das Evangelische Allianzhaus in Bad Blankenburg im Thüringer Wald gegründet. So war es damals: Die adlige Frau von Weling kauft eine Villa. Sie macht daraus ein christliches Gästehaus. Sie kennt Christen in ganz Deutschland und in anderen Ländern. Sie will gern Kontakte pflegen. Dabei ist es für sie nicht wichtig, zu welcher Kirche oder Gemeinde diese Menschen gehören. Sie findet Schwestern und Brüder im Glauben an Jesus. Manche sind Evangelisch-Lutherisch, manche sind Baptisten, andere sind Methodisten oder Mitglied einer anderen (Frei-) Kirche. Viele gehören zu einer Landeskirchlichen Gemeinschaft. Anna hat in England gelernt, dass es gut ist, wenn sich Christen aus verschiedenen Gemeinden begegnen. Dafür gibt es eine Organisation: Die Evangelische Allianz! Das ist ein lockeres Netzwerk. Das gemeinsame Ziel ist das „Eins-sein“ in Christus: Christen können gemeinsam die Bibel lesen, gemeinsam beten, gemeinsam andere Menschen zum Glauben einladen und gemeinsam Gottes Willen weiter sagen. Das Gemeinsam spielt eine große Rolle. Jeder gehört zu seiner Gemeinde – aber es ist gut, wenn sich Christen aus verschiedenen Gemeinden von Zeit zu Zeit treffen und über ihren Glauben austauschen. Anna von Weling öffnet ihr Haus in Bad Blankenburg für die Arbeit der Evangelischen Allianz. Sie lädt Menschen aus dem ganzen Land ein, auch aus anderen Ländern. Sie fragt nicht: Bist Du Lutherisch? Bist Du Baptist? Sondern Anna fragt: Bist Du Christ? Glaubst Du an Jesus? Können wir gemeinsam Beten? Diese Fragen finden gute Antworten! 1886 kommen 28 Männer und Frauen zur ersten „Allianz-Konferenz“ zusammen. Sie beten zusammen, sie lesen zusammen die Bibel, sie reden gemeinsam über Gottes Wort und seinen Willen für unser Leben. Seither gibt es diese Allianz-Konferenzen. Während der Weltkriege mussten Konferenzen ausfallen.

120. Allianzkonferenz Deshalb haben wir 2015 die 120. Allianzkonferenz erlebt. Zum dritten Mal waren auch gehörlose Besucher da. Ein Team von Gebärdensprachdolmetschern hat sich schon Wochen vorher darauf vorbereitet, die Predigten zu übersetzen, dazu Lieder, Grußworte von Christen aus aller Welt und viele Informationen und Berichte. Ein Pastor aus Malawi/Ostafrika und ein Pastor aus Albanien haben gepredigt. Prediger waren auch bekannte deutsche Pastoren und Pfarrer. Besonders fröhlich war die Predigt von einer Diakonissen-Schwester aus Berlin, die seit 10 Jahren in Russland arbeitet. Ein Seminar wurde von gehörlosen Teilnehmern für hörende Besucher gestaltet. Es gab viele interessante Begegnungen und Gespräche. Die gehörlosen Gäste waren mit ihren Dolmetschern zufrieden. Die Dolmetscher hatten viel Freude an ihrer Arbeit im Team und mit allen anderen Mitarbeitern. Viele hörende Menschen haben gestaunt und etwas über gehörlose Menschen gelernt. Sie freuen sich über die Begegnung mit den Gästen und einige haben schon angefangen, Gebärdensprach-Worte zu lernen. Alle hoffen, dass nächstes Jahr noch mehr gehörlose Gäste zur Konferenz kommen. (Pfr.T.Günzel)
Vom 27. – 31. Juli wird die 121. Allianzkonferenz in Bad Blankenburg stattfinden.

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