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Auf dem Weg zum neuen Hörgerät PDF Drucken E-Mail

Merkblatt für Hörgeschädigte

In der Hörgeräteversorgung zahlen die Krankenkassen pauschale Festbeträge. Das Bundessozialgericht hat aber entschieden, dass dies die Krankenkassen nicht von
der Pflicht befreit, die Hörbehinderung auszugleichen (Urteil vom 17. Dezember 2009).
Das bedeutet, dass die Patienten Anspruch auf ein Hörgerät haben, das "die nach
dem Stand der Medizintechnik bestmögliche Angleichung an das Hörvermögen
Gesunder erlaubt, soweit dies im Alltagsleben einen erheblichen Gebrauchsvorteil
bietet". Soweit technisch möglich, gehört dazu auch das Hören und Verstehen in
größeren Räumen und bei störenden Umgebungsgeräuschen und nicht nur das
Einzelgespräch. Insbesondere bei an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit reichte
der Festbetrag dazu nicht aus. Daher gilt dafür nun ein eigenständiger Festbetrag.


Normale Schwerhörigkeit: ca. 760 Euro
An Taubheit grenzende Schwerhörigkeit: ca. 1400 Euro
(Beträge gelten für beide Ohren - ohne Ohrpassstück)

Ab dem 1.11.2013 gilt für schwerhörige Versicherte, die das 18. Lebensjahr
vollendet haben, ein Festbetrag von 784,94 Euro je Ohr inkl. Mehrwertsteuer
.

Nichtsdestotrotz bleibt der Anspruch auf Ausgleich der Hörbehinderung die zentrale
Richtgröße. Das bedeutet, wenn auch der neue, höhere Festbetrag nicht ausreicht,
muss die Kasse auch ein teureres Hörgerät bezahlen.

Hier finden Sie alle Schritte auf dem Weg zu einem neuen Hörgerät:
http://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/behinderung/28650/

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