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Gemeindefahrt Juli 2011 PDF Drucken E-Mail

Besuch in den Franckeschen Stiftungen zu Halle

An einem herrlich sommerlichen Tag besuchte die Gehörlosengemeinde Nordhausen die Franckeschen Stiftungen zu Halle. Dort wurde sie herzlich begrüßt von Pfr. Eckart Warner. Bei seiner interessanten Führung durch die Räume und Geschichte der über 300 Jahre alten Stiftungen gab es viel zu entdecken. So machte er uns auf die Gebärde für „Glauben“ aufmerksam, die seit dieser Zeit beschrieben ist: Herz und Hirn gehören zusammen. Das hat der Gründer der Stiftungen, Pfarrer August Hermann Francke für alle Menschen damals angestrebt: essen, beten und lernen als Nahrung für Leib, Seele und Verstand. So konnten aus armen Waisenkindern gute Christenmenschen werden. Bildung, Beten und Brot gab es sogar für Mädchen! So hat Francke schon damals gesellschaftliche Barrieren überwunden und die Gleichberechtigung unterstützt. Er ist deshalb bis heute ein großes Vorbild für alle, die aus dem christlichen Glauben heraus sich stark machen für Zugang, Teilhabe und Beteiligung ALLER am gesellschaftlichen Leben. Nach dieser Führung gab es auch bei uns Nahrung für Leib und Seele. In der Bibelmansarde war schon Kaffee und Kuchen vorbereitet. Es hat sehr gut geschmeckt. Bei der Andacht zum Abschluß beteten wir auch für unseren Pfarrer Büttner, der wegen Krankheit leider nicht mitkommen konnte, aber in Gedanken bei uns war. Mit dem Reisesegen verabschiedete uns Pfarrer Warner und erinnerte noch einmal daran, daß jede Gruppe – gehörlos und/oder kirchlich – herzlich willkommen ist in den Franckeschen Stiftungen zu Halle.
Bild / Text: Pfr. Andreas Konrath
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