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Schwerhörigenseelsorge
Schwerhörigenseelsorge PDF Drucken E-Mail
Ansprechpartner für Schwerhörigenseelsorge in der EKM sind

im Süden

landeskirchlich Beauftragter
Markus Tschirschnitz
Am Sperlingsberg 6
07407 Remda-Teichel


Tel. (036743) 2 22 19 Fax: 2 04 28
E-Mail:

im Norden

Landespfarrerin
Elisabeth Strube
Domplatz 47
38820 Halberstadt


Tel. (03941) 56 81 79 Fax: 56 89 10
E-Mail:

Evangelische Schwerhörigenseelsorge in Deutschland e.V.
Internationale Vereinigung für SchwerhörigenseelsorgeInternationale Vereinigung für Schwerhörigenseelsorge

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  Etwa 15 Mio. Bürger haben eine Hörminderung. Aber nur ein kleiner Teil unternimmt etwas dagegen. Woran liegt das? Manche nehmen ihre Defizite beim Hören gar nicht wahr, andere verdrängen sie. Die Folgen: Missverständnisse, Kommunikationsprobleme und Einschränkungen der Lebensqualität. Deshalb bietet die Fördergemeinschaft Gutes Hören (0800 3609360) sowie der Fachverband Deutscher Hörgeräteakustiker (0800 5894984 mittwochs von 14-16 Uhr) hilfreiche Infos:
Den Weg zum besseren Hören und Verstehen gehen dann erfahrene AudiotherapeutInnen mit.

Weitere Informationen zum Thema »Hören und Hörhilfen« finden Sie hier.
Kirchentage barrierefrei PDF Drucken E-Mail


Barrierefrei beim 36. Kirchentag in Berlin bzw. in Dessau-Roßlau |
Erfurt | Halle-Eisleben | Jena-Weimar | Leipzig | Magdeburg |

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offene Kirchen - Zugänge schaffen PDF Drucken E-Mail
Vereinslogo Hören ohne Barriere

Viele Gemeinden möchten sich öffnen und Zugänge schaffen – zur Bibel und Predigt sowie zum Gesang und Gebet. Allein mehr Beschallung hilft Betroffenen aber nicht. Sie brauchen Induktionsanlagen, damit sie die individuell angepassten Hörgeräte auch optimal nutzen können. Mit wenig Aufwand und ohne große bauliche Eingriffe kann eine erstaunliche Wirkung erreicht werden:
http://www.hoeren-ohne-barriere.de

Auf dem Weg zum neuen Hörgerät PDF Drucken E-Mail

Merkblatt für Hörgeschädigte

In der Hörgeräteversorgung zahlen die Krankenkassen pauschale Festbeträge. Das Bundessozialgericht hat aber entschieden, dass dies die Krankenkassen nicht von
der Pflicht befreit, die Hörbehinderung auszugleichen (Urteil vom 17. Dezember 2009).
Das bedeutet, dass die Patienten Anspruch auf ein Hörgerät haben, das "die nach
dem Stand der Medizintechnik bestmögliche Angleichung an das Hörvermögen
Gesunder erlaubt, soweit dies im Alltagsleben einen erheblichen Gebrauchsvorteil
bietet". Soweit technisch möglich, gehört dazu auch das Hören und Verstehen in
größeren Räumen und bei störenden Umgebungsgeräuschen und nicht nur das
Einzelgespräch. Insbesondere bei an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit reichte
der Festbetrag dazu nicht aus. Daher gilt dafür nun ein eigenständiger Festbetrag.


Normale Schwerhörigkeit: ca. 760 Euro
An Taubheit grenzende Schwerhörigkeit: ca. 1400 Euro
(Beträge gelten für beide Ohren - ohne Ohrpassstück)

Ab dem 1.11.2013 gilt für schwerhörige Versicherte, die das 18. Lebensjahr
vollendet haben, ein Festbetrag von 784,94 Euro je Ohr inkl. Mehrwertsteuer
.

Nichtsdestotrotz bleibt der Anspruch auf Ausgleich der Hörbehinderung die zentrale
Richtgröße. Das bedeutet, wenn auch der neue, höhere Festbetrag nicht ausreicht,
muss die Kasse auch ein teureres Hörgerät bezahlen.

Hier finden Sie alle Schritte auf dem Weg zu einem neuen Hörgerät:
http://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/behinderung/28650/

Ratschläge für SCHWERHÖRIGE und ERTAUBTE im Umgang mit Hörenden PDF Drucken E-Mail
Gespräch1. Weisen sie Ihre Gesprächspartner auf Ihre Hörbehinderung hin, damit sie wissen, daß sie deutlich und zu Ihnen hingewendet sprechen müssen. Erklären Sie ihnen sogleich, daß es nicht notwendig ist, überlaut zu sprechen oder gar zu schreien.

2. Verstecken Sie Ihr Hörgerät nicht. Tragen Sie es immer und sichtbar.
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Ratschläge für HÖRENDE im Umgang mit Schwerhörigen und Ertaubten PDF Drucken E-Mail
Gespräch1. Sprechen Sie in einer Gesellschaft in Richtung der/s Hörbehinderten, damit sie/er von Ihrem Mund absehen kann, was Sie gesagt haben. Einwürfe "von der Seite" können Hörbehinderte stark irritieren.

2. Sprechen Sie ruhig und nicht zu schnell, artikulieren Sie deutlich. Sprechen Sie nicht mit Zigarette oder Pfeife im Mund. Halten Sie keine Hand vor den Mund beim Sprechen.
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schwer hören PDF Drucken E-Mail
Wort aus der Kirche vom 17.10.2009

Anzusehen ist es einem Menschen nicht, ob er gehört hat, was gesagt  wurde. Anzusehen ist es mir nicht, ob ich verstanden habe. Das kann ich für mich behalten. Und viele Menschen behalten es für sich – als ihr Problem. Ich könnte ja fragen: Wie war das eben?

Wie aber wird die Antwort sein? Deutlicher als vorher? Werde ich sie verstehen? Vielleicht habe ich den Zusammenhang missverstanden. Und wenn ich jetzt frage, dann fällt es auf. Ob ich für begriffsstutzig gehalten werde? Ob sich jetzt eine Kluft auftut und allmählich sich vergrößert?

Schwer hören ist schwer. Es ist nicht nur für die Ohren schwer;  es strengt die Seele an.
Ich bin allein mit der Sorge; denn den eigenen Eindruck kann ich mit anderen nicht teilen.
Und ich selbst muss mich aufmachen, mir medizinische Hilfe zu beschaffen.

Ich selbst muss nachfragen: Wie bitte? Manche Menschen halten sich mehr und mehr zurück, reden selbst weniger, ziehen sich zurück. Denn wer ist schon gewohnt, mehr Aufmerksamkeit für seine eigene Person einzufordern.

Schwer zu hören ist schwer für die Seele; kann ich soviel Kraft gewinnen, an den alltäglichen Gesprächen teilzunehmen? Manchmal habe ich doch nach großer Mühe des Zuhörens nur Unwichtiges gehört!

Eine schwerhörige Kollegin vermag es freundlich und klar zu erbitten, dass deutlicher gesprochen wird, dass sie angeschaut wird. Sie hat das trainiert. Training und Geduld brauchen alle Beteiligten, auch die, die reden.

Schwerhörigkeit betrifft viele Menschen; künftig werden wohl mehr und mehr junge Leute betroffen sein.  Der einzelne Mensch, der feststellt, schwer zu hören steht vor einer persönlichen Herausforderung, das Leben umzustellen.

Die evangelische und die katholische Kirche bilden Menschen für Schwerhörigenseelsorge aus; die neue evangelische Landespfarrerin für Gehörlose und Hörgeschädigte, Frau Elisabeth Strube, ist am vergangenen Sonntag in der Halberstädter Liebfrauenkirche eingeführt worden. Im Cochlear-Implant-Reha-Zentrum  im Cecilenstift wird das Hören angebahnt und geübt.

Auf das Gespräch zwischen Einzelnen, auf das Gespräch im Alltag aber kommt es an. Auf das Mitteilen und Anteilnehmen. Ist das zu viel Mühe? Worte sind wichtig wie tägliches Brot.

Ich glaube an den, der die Ohren öffnet. Ich glaube an den, der die Zunge löst.

Hannah Becker, Pfarrerin, Vorsteherin im Cecilienstift Halberstadt
Schwerhörige und Ertaubte in Kirche und Gesellschaft PDF Drucken E-Mail

E. Becker: Schwerhörige und Ertaubte in Kirche und Gesellschaft

Unser Ohr ist ein wahres Wunderwerk. Es ist das Sinnesorgan, welches schon im Mutterleib die akustischen Signale aufnimmt und das Organ, welches als letztes Sinnesorgan im Tod seine Funktion aufgibt.


So schön ist Hören.
...
Die Hörbehinderung ist eine unsichtbare Behinderung, die von Gesellschaft und auch von Kirche nicht genügend wahrgenommen wird. Hörbehinderung ist eine Kommunikationsbehinderung.
Jetzt soll es nur um die Gruppe der Schwerhörigen, Ertaubten und CI-TrägerInnen gehen.
  • Schwerhörig ist ein Mensch, der entweder zu leise, nur bruchstückhaft, falsch oder verzerrt die Sprache bzw. Laute oder Geräusche hört. Es gibt nicht den Schwerhörigen.
  • Ertaubt ist ein Mensch, der nach dem Spracherwerb nicht mehr hören kann und über das Ohr keine akustischen Signale mehr aufnehmen kann.
  • CI-TrägerIn ist ein Mensch, dem nach Ertaubung mittels einer Operation ein Cochlea Implantat eingesetzt wird. Er muss vollkommen neu hören lernen. Dies ist mit einem normalen Hören nicht zu vergleichen. Eine neue Generation von Schwerhörigen? Gesellschaft und auch Kirche möchten den Schwerhörigen integrieren. ...

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